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Sachverständigen- und Ingenieurbüro

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Rochel

Leibnizstraße 17

39104 Magdeburg

Tel.: 0391 / 73 13 078

Fax: 0391 / 73 13 127

E-Mail: info@ingbuero-rochel.de

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Bauplanung / Energieberatung / Energieausweis / Massivhaus / Hausbau

Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)

Gesetzliche Anforderungen an Neubauten seit dem 01.01.2009

Bauherren müssen für neu geplante Wohn- und Nichtwohngebäude seit dem 01.01.2009 einen Anteil ihres Wärmebedarfs (für Heizung, Trinkwasser, Kühlung) aus erneuerbaren Energien, z.B. Solarthermie, Biomasse, Umweltwärme, Geothermie, gewinnen. Dies sieht das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz oder EEWärmeG vor.

Wer also einen Bauantrag stellt oder eine Bauanzeige erstattet muss die Anforderungen des Wärmegesetzes erfüllen.

In bestehenden Gebäuden oder bei Sanierungen ist eine Verpflichtung zum Einsatz Erneuerbarer Energien durch das EEWärmeG nicht vorgeschrieben, wobei die Bundesländer durch das Gesetz ermächtigt werden, eigene Anforderungen für den Gebäudebestand erlassen zu können. Dies ist in Sachsen-Anhalt aber nicht der Fall.

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick was das EEWärmeG vorschreibt.

Wir haben auch einen Informationsflyer mit allen Angaben für Sie zusammengestellt.

Welche erneuerbare Energien nutzen und wie hoch ist ihr Anteil?

Das Wärmegesetz berücksichtigt als erneuerbare Energien die Solarenergie, die feste Biomasse (Holzpellets oder Hackschnitzel), die Geothermie und Umweltwärme sowie Biogas und Bioöl. Für sie schreibt das Gesetz vor wie diese Energien zu nutzen sind und welchen Anteil am Wärmeenergiebedarf des Gebäudes sie mindestens abdecken müssen. Eine Übersicht gibt die folgende Tabelle.

Welche technischen Anforderungen müssen berücksichtigt werden?

In der Anlage zum Wärmegesetz sind für die einzelnen technischen Systeme zur Nutzung erneuerbarer Energien Mindestanforderungen formuliert.

So gelten zum Beispiel für Wärmepumpen Anforderungen an die Jahresarbeitszahlen. Die Jahresarbeitszahl ist die abgegebene Nutzwärme im Verhältnis zur für den Betrieb benötigten elektrischer Energie.

- bei Erdwärmepumpen muss die Jahresarbeitszahl mindestens 4,0 betragen

- bei Luft-Wärmepumpen muss die Jahresarbeitszahl mindestens 3,5 betragen

- erfolgt die Trinkwarmwasserbereitung im Wesentlichen ebenfalls über

     Erneuerbare Energien, reduzieren sich die Anforderungen an die

     Jahresarbeitszahl auf 3,8 bzw. 3,3

Heizanlagen mit fester Biomasse für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie kleine Mehrfamilienhäuser müssen einen Wirkungsgrad von mindestens 86 % aufweisen. 

Gibt es alternative Erfüllungsmöglichkeiten oder Ausnahmen?

Ja. Als Alternativen, entsprechend dem Gesetz, sind Energiemaßnahmen mit hoher Effizienz möglich, u.a. folgende:

- Unterschreitung der energetischen Anforderungen der geltenden EnEV um

     mindestens 15 % (Jahres-Primärenergiebedarf und Wärmeschutz)

- Versorgung mit Abwärme oder Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zu

     mindestens 50 %

- Versorgung über Nah- oder Fernwärme, wenn die Wärme zu einem

     wesentlichen Anteil aus Erneuerbaren Energien, Abwärme oder KWK-Anlagen

     besteht

Wenn landesbaurechtliche Vorschriften im Gegensatz zum Bundesgesetz stehen, erlaubt das EEWärmeG auch Ausnahmen.

Wie erfolgt der Nachweis des Einsatzes Erneuerbarer Energien?

Für die Überwachung sind in der Regel die Bauämter zuständig. Die Eigentümer müssen die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen nachweisen. Die Nachweise müssen spätestens drei Monate nach Fertigstellung der Anlage der Behörde vorgelegt werden oder 5 Jahre aufbewahrt werden, wenn die Nachweise nicht bei der Behörde verwahrt werden.

Was passiert bei Nichteinhaltung des EEWärmeG?

Bauherren können mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 € belegt werden, wenn sie den Pflichten des Gesetzes nicht nachkommen oder die Nachweise nicht zufriedenstellend erbringen können.

Ebenfalls droht den Ausstellern von Nachweisen (z.B. Ingenieure, Architekten oder Handwerksfirmen) ein Bußgeld bis zu 50.000 €, wenn sich herausstellt, dass die Angaben unvollständig oder falsch sind.